MedInform-Konferenz zu Gesundheitsfonds und Morbi-RSA: „Differenzierung der Kassen über Leistungen und Qualität“
Berlin. Die Differenzierung der Krankenkassen findet künftig verstärkt über Leistung und Qualität statt. Hierbei können intelligente Versorgungsmodelle in Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Medizintechnologie helfen, nicht nur die Versorgungsqualiät zu verbessern, sondern auch die Behandlungskosten zu senken. Das war eine Botschaft der MedInform-Konferenz „Gesundheitsfonds, Morbi-RSA und wie weiter? Die besten Zukunftsstrategien für Kassen, Leistungserbringer und Unternehmen“ mit rund 60 Teilnehmern am 21. April 2009 in Berlin. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed.
Als Beispiele für intelligente Versorgungsmodelle, die eine hochwertige Versorgung mit Medizintechnologien sicherstellen, wurden Behandlungskonzepte für Herzinsuffizienz und Diabetes vorgestellt. Unternehmensvertreter wie Gerd Gottschalk forderten „mehr Mut auf Krankenkassenseite“, um neue Versorgungsmodelle gemeinsam mit den MedTech-Unternehmen umzusetzen. Magnus Fischer von Fresenius bezeichnete ein besseres Versorgungsmanagement als Thema der Zukunft. Damit könnten die Krankenkassen die Ausgaben verstärkt steuern, um mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds auszukommen. Eine hohe Versorgungsqualität müsse dann aber auch entsprechend vergütet werden.
Moderator und BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt stellte die Idee eines steuerbegünstigten Innovationssparens im System der Gesetzlichen Krankenversicherung vor. Der Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums, Referatsleiter Boris Velter, zeigte sich dafür offen und diskussionsbereit. Es gebe innerhalb des Gesundheitsfonds durchaus Spielraum, um Gelder gezielt beispielsweise für Innovationen einzusetzen.
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