Kompressionsstrümpfe im Sommer: (k)ein Problem
Man kann es sich oft nicht aussuchen, was man seinen Venen zumutet:
Beim langen Arbeitstag als Verkäuferin oder Friseurin, im Büro, als Vertreter oder in der Gastronomie – wer beruflich viel auf den Beinen ist, kennt das Problem von müden, schweren und geschwollenen Beinen. Schon diese kleinen Anzeichen können aber Hinweise einer beginnenden Venenerkrankung sein, weiß Dr. med. Andreas Schwegele aus seiner Praxis:
Therapiert werden beginnende Venenleiden in der Regel mit der bewährten physikalischen Basisbehandlung: dem medizinischen Kompressionsstrumpf.
Ein gut passender Kompressionsstrumpf drückt die Venen bis zu einem gewissen Grad zusammen. Dadurch können die Venenklappen wieder
schließen und der venöse Rückstrom funktioniert. Verstärkt wird diese Wirkung noch durch Mitwirkung der Muskelpumpe, die durch das von
dem Kompressionsstrumpf gebildete Widerlager wieder richtig arbeiten.Die Kompressionsbehandlung eignet sich auch sehr gut als vorbeugende
Maßnahme bei schweren, müden und geschwollenen Füßen, Knöcheln und Beinen. Sie wird auch nach einer Verödung oder operativen Entfernung
von Krampfadern eingesetzt.
In gesundem Zustand fließen etwa 10 Prozent des venösen Blutes über die oberflächlichen Venen und 90 Prozent über die tief liegenden Leitvenen
ab. Bei Venenkranken drückt vermehrt Blut der tiefen Venen in das oberflächliche System, wo es sich staut. Der Druck steigt, die oberflächlichen
Venen weiten sich. Die Knöchel sind abends geschwollen,der Betroffene empfindet Stauungsgefühle, Schmerzen und ein Unruhegefühl
in den Beinen. Ignoriert man diese Symptome, können sich bald Besenreiser und Krampfadern entwickeln. Das Wichtigste bei medizinischen Kompressionstrümpfen ist natürlich, dass sie passen und man sie regelmäßig trägt. Nur wenn die Strümpfe richtig sitzen, helfen sie auch. Insbesondere die heutzutage erhältlichen feinen Funktionstextilien sind atmungsaktiv und angenehm weich auf der Haut, sodass man in Kompressionsstrümpfen nicht schwitzt und sie auch im Sommer tragen kann und sollte. Allerdings nicht bei arteriellen Erkrankungen – wie zum Beispiel Bluthochdruck oder einem Raucherbein.



Quelle:
Dr. med. Andreas Schwegele
Facharzt Schwerpunkt Venenerkrankungen
Grüntenweg 12
87764 Legau

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Referentin Öffentlichkeitsarbeit und Gesundheitspolitik

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