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Kinder im Rollstuhl

Copyright: Deutsche Sporthochschule Köln

Handcycle-Kids: Projekt „Rückenwind“ startet
Sabine Maas
Presse und Kommunikation
Deutsche Sporthochschule Köln
28.02.2012

Verbesserung der Mobilität von Kindern im Rollstuhl
Pilot-Aktionstag am 29. Februar an der Irena Sendler Schule in Euskirchen.


Rund 21.000 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland auf einen Rollstuhl angewiesen. Obwohl ihre Mobilität durch Verbesserungen des Rollstuhldesigns, der Rollstuhlanpassung sowie intensiver Schulungen erheblich gestiegen ist, bietet der Rollstuhl nur eingeschränkte Fortbewegungsmöglichkeiten – insbesondere bei längeren Distanzen, wie zum Beispiel dem Weg zur Schule. Das soll sich jetzt ändern. Ein innovatives und einzigartiges Projekt der Deutschen Sporthochschule Köln will sogenannte Adaptivbikes oder Adaptivcycles – Räder, die mit den Armen angetrieben werden und sich vor den Rollstuhl spannen lassen – vorstellen und etablieren.


„Wir wollen Kindern, die zur Fortbewegung auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen sind die Möglichkeit geben, die Faszination des Radfahrens kennen zu lernen“, so Projektleiter Dr. Thomas Abel. Hierzu veranstaltet die Deutsche Sporthochschule gemeinsam mit ihren Partnern, dem Sportexpertenportal trainingsworld.com, der Gold-Kraemer-Stiftung sowie der Kämpgen-Stiftung, Aktionstage an Schulen. Schwerpunkt sind vor allem Aspekte des sicheren Fahrens, Grundlagen des korrekten Verhaltens im Straßenverkehr sowie die Vorstellung der Sportart „Handbiken“ durch einen prominenten Athleten. In einem Wettbewerb der die Verankerung von Bewegung und körperlicher Aktivität an Schulen thematisiert, werden Schulen ausgesucht und belohnt. Voraussetzung für die Teilnahme der Schulen ist, dass Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet werden, von denen mindestens vier einen Rollstuhl im Alltag nutzen. Die Schulen bekommen im Anschluss der Aktionstage vier Adaptivbikes geschenkt.


Die Auswirkungen dieser Mobilitäts-Geschenke auf den Alltag der Kinder sowie deren Selbstbild werden vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FiBS e.V.) erhoben. Dr. Volker Anneken, Leiter des An-Instituts der Sporthochschule: „Wir möchten in wissenschaftlichen Längsschnittuntersuchungen abbilden, welche Veränderungen sich für die Teilhabe der Kinder durch die gesteigerte Mobilität ergeben.“


Der erste Aktionstag findet am 29. Februar an der Irena Sendler Schule des Landschaftsverbandes Rheinland statt: Rheinstraße 45, 53881 Euskirchen (bitte im Sekretariat melden).


Zeitplan Pilot-Aktionstag
8:30-10 Uhr Aufbau, Begrüßung, Vorstellung Adaptivbikes
10:45-12:45 Fahrtraining
14-14:30 Gesprächsrunde mit Vico Merklein
14:30-15 Praktische Hinweise zum Fahrradfahren, Verkehrsunfallprävention


Ansprechpartner an der Sporthochschule
Dr. Thomas Abel
Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft
Tel.: 0221 4982-7510
E-Mail: abel@dshs-koeln.de

Quelle:idw-online.de