Krankenkassen machen weiter Stimmung — Massive Verunsicherung der Patienten
Hetzjagd auf Leistungserbringer verschärft


Schmiergeldzahlungen der Pharmaindustrie, Klinikeinweisungen und Rezepte gegen Prämie, Rechnungsoptimierung etc. Das gesamte Gesundheitswesen stand in den letzten Wochen vermehrt im Fokus der Presse. Vorläufiger Höhepunkt der Dramaturgie war sicherlich der Aufreißer „Die miesen Abzock-Methoden der Krankenhäuser“ von „Fahnderin Dina Michels, Chefermittlerin einer Krankenkasse“ in der BILD mit integrierter Werbung für ihr Buch mit ähnlich polemischem Titel. Nicht zu verschweigen ist die ausufernde Neuformulierung des § 128 SGB V, die neuen anonymen Anzeigeplattformen diverser Krankenkassen im Internet, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Verfolgen echter Betrügereien zum Schutz des Systems ist zweifelsohne legitim und notwendig. Nicht aber das Verschleiern der immer schlechter werdenden Kassenleistungen durch eine nicht enden wollende Hetzkampagne gegen diejenigen, die ihr Brot auf dem Gesundheitsmarkt verdienen. Im Ergebnis führt dies vor allem zu einem: einer massiven Verunsicherung der Versicherten.

Daher sollten sowohl Krankenkassen, als auch die Vertreter der Presse mit Rücksicht auf die Patienten davon Abstand nehmen, das gesamte Gesundheitswesen unter pauschalen Generalverdacht zu stellen. Effekthascherei ist hier fehl am Platz! Leistungserbringer aller Sparten sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Augen der Öffentlichkeit auf ihr Tun gerichtet sind und sich weiterhin konsequent gegen falsche Anschuldigungen zur Wehr setzen!




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